Grundvertrauen

Zum ersten Mal in meinem Leben merke ich, dass ich auf dem schlechten Weg bin, es zu verlieren. Das Grundvertrauen: in mich, dass ich alles schaffe, was erforderlich ist, um mein Leben lebenswert zu gestalten, in die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die mich nicht daran hindern, dies zu tun. Die geplante Diskriminierung der Alten, immer unter dem Mäntelchen zu deren besonderem Schutz, lösen bei mir wesentlich mehr Angstgefühle aus als dieses Virus. Wie viele von uns müssen arbeiten, um leben zu können, da die Rente nicht ausreicht? Ich gehöre dazu. Ich kann mich nicht mehr an die Zahlen erinnern, die durch die Presse gingen, es ist noch gar nicht so lange her, ich weiß nur noch, dass sie im letzten Jahr oder in den letzten Jahren enorm gestiegen sind. Und wir sollen jetzt ausgegrenzt werden, das ist wirklich eine großartige Idee, die einem Todesurteil ohne Viruseinwirkung gleichkommt. Wenn ich ohnehin nicht weiß, wovon ich leben soll, brauche ich mir um meine Gesundheit wahrlich keine Sorgen zu machen. Es geht nicht darum, Enkelchen knuddeln zu können, oder in Pseudoherzlichkeitumarmungen jedermann zu begrüßen, es geht darum, rausgehen zu können, um seinen Job zu machen und die frische Luft zu genießen, wie jeder andere auch.

 

Ich werde allein deswegen gesund bleiben, um mich dagegen mit allen Mitteln zu wehren.

Ich hoffe, Ihr seid dabei!