Karstadt, mein Karstadt

was bist du so tot! Der Zugang von der Urbanstraße ist kurz nach dem Eingang abgesperrt, lediglich Tierbedarf und Schlüsseldienst sind zugänglich. Ins Untergeschoss kommt man nur über die Treppe am Hermannplatz, der Lebensmittelbereich, Zeitschriften und Tabak und die Drogerie sind offen. Wider Erwarten kaum Publikum. Ostereierpräsentation, keinen Bock auf Ostern und die passenden Eier. Post und Apo sind wahrscheinlich über die Hasenheide zu erreichen, da bin ich aber nicht mehr hin, ich hatte genug. Genug Absperrungen, genug von Bereichen, die nicht mehr betreten werden dürfen, genug von der Endzeitstimmung (oder vielleicht besser Mittelzeitstimmung?). Ich gebe es zu: ich liebe die Terrasse im 4. OG. Ich bin da oft: nach dem Sport, nach der Arbeit und überhaupt. Ach, mein Karstadt.

 

Wir haben 37.323 Infizierte und 706 Tote (Nachtrag: diese Zahl ist falsch! Ich hatte sie nicht erfunden, kann aber leider die Quelle nicht angeben, weil ich morgens diverse Presse durchgucke und da ist sie irgendwo aufgetaucht. Ich bleibe jetzt bei der interaktiven Karte der Morgenpost, danach müsssten es etwa 200 gewesen sein. 200 zu viel.)

Das Thema im Deutschlandfunk ist heute morgen "Homeoffice". Einen Anrufer beschäftigt die Frage, ob er denn versichert sei, wenn er sich im Homeoffice den Knöchel verstauche. Ja, das ist wirklich eine existenzielle Frage und vielen Dank dafür, die hat uns alle schon lange beschäftigt!

 

Bleibt zuhause, vielleicht hilft's!